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Werte
gehen verloren, wenn sich niemand darum kümmert, so ist
es auch bei allem das das Thema Heimat betrifft. Ob die Mundart,
die Heimatgeschichte oder alte Bräuche und Traditionen,
all das sollte gepflegt und bewahrt werden. Das meinten auch
8 Neuhäuser Bürger und gründeten am 7.Mai 2009
im Gasthaus „Zum Alten Köhler“ den Heimatverein
Neuhaus am Rennweg. Nach Erledigung der bürokratischen
Hürden fand kürzlich an selber Stelle die erste Sitzung
des mittlerweile eingetragenen Vereins statt. Auf der Tagesordnung
stand unter anderem eine Diskussion zur künftigen Arbeit
des Vereins.
Wie man sich schon im Frühjahr einig war, wird sich der
Verein künftig um die Herausgabe der Neuhäuser Heimathefte
kümmern. Die Schriftenreihe, die sich mittlerweile großer
Beliebtheit erfreut, ging bisher auf private Initiative des
Vereinsvorsitzenden Tobias Rosenbaum zurück. Inhaltlich
soll sich dabei jedoch nichts ändern. Interessantes zur
Neuhäuser Geschichte und zur Region, sowie heiteres zur
Neuhäuser Mundart werden darin weiterhin zu finden sein.
Mitarbeit ist auch weiterhin erwünscht.
Weitaus schwieriger gestaltet sich für die Mitglieder jedoch
die Antwort auf die Frage wie geht es weiter mit den aus dem
Geißlerhaus ausgelagerten Objekten zur Neuhäuser
Heimatgeschichte ?
Im sanierten und umgebauten Geburtshaus von Dr. Heinrich Geißler
wird in Zukunft der Schwerpunkt auf jenen berühmten Bürger
Igelshiebs und die damit verbundene Glasgeschichte gelegt. Hier
wird sich kein Platz mehr für die Ausstellungsstücke
finden.
Klarheit herrschte im Verein dahingehend, dass man sich der
Sache annehmen will. Aber das wird der Verein weder vom Arbeitsaufwand
her noch von den finanziellen Mitteln im Alleingang bewältigen
können. Man wird also auf Unterstützung der Stadtverwaltung
bzw. zusätzlicher Partner angewiesen sein. Die Vorstellungen
des Vereins hierzu sollen jedoch nicht an dieser Stelle aufgeführt
werden. Das wird mit den entsprechenden Stellen besprochen werden
müssen, in der Hoffnung zu diesem Thema eine möglichst
zeitnahe Lösung zu finden.
Immerhin hat es die über 400jährige Neuhäuser
Stadtgeschichte mit all ihren Facetten verdient wieder angemessen
präsentiert zu werden.
Die Neuhäuser Mundart wird ein weiterer Schwerpunkt der
Vereinsarbeit sein. Auch dem Umstand folgend, dass man gerade
in Neuhaus am Rennweg immer weniger die doch eigenartige Sprache
hört, will man sich für deren Förderung und Fortbestand
einsetzen. Federführend hierbei ist Vereinsmitglied Gerd
Bauer, der auch schon in diversen Beiträgen in den Heimatheften
erste Schritte in diese Richtung unternommen hat. Langfristig
ist zu diesem Thema auch eine Publikation geplant. Gerade
jedoch laufen für den Verein die Arbeiten am nunmehr
4.Neuhäuser Heimatheft, dass vorrausichtlich im November
erscheinen wird. Dazu wird es wie gewohnt auch wieder eine
kleine Veranstaltung zur Vorstellung mit allen Beteiligten
und interessierten Bürgern geben.
Abschließend des Jahres präsentiert sich der Heimatverein
dann noch zur Bergweihnacht am 12/13. Dezember im „Kreml“
mit einer kleinen Ausstellung. Das Thema hierzu steht noch
nicht fest, aber es wird neben den dort stattfindenden Glasbläservorführungen
und der Modellbahnaustellung sicher eine weitere Bereicherung
zum Weihnachtsmarkt sein.
Für das nächste Jahr gibt es auch schon Vorhaben,
so soll an der Schutzhütte Weidmannsheil eine Tafel mit
Geschichte und alten Ansichten angebracht werden. Diese soll
die laminierten Bilder, die der Verein zum Pfingstgottesdienst
anlässlich der 120 Jahrfeier angebracht hat dauerhaft
ersetzen.
Momentan zählt der Verein 10 Mitglieder, wer Lust hat
sich auf diesem Gebiet zu betätigen, kann dem Verein
gerne beitreten. Informationen dazu gibt es im Internet unter
www.heimatverein-neuhaus.de oder beim Vorsitzenden Tobias
Rosenbaum (03679/700 836).
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